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Rocroy - Liesses

Eintrag vom 12.06.2018
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Entfernung (Luftlinie): 38,32 km
Max. Höhenunterschied: 125 m


Der Tag begann mit einem „petit-dejeuner“ (dt.: Frühstück), wobei „minimal-dejeuner“ wohl treffender gewesen wäre. Egal, ich will nicht meckern, das Wetter machte mir mehr Falten auf der Stirn als das Gebräu namens Kaffee. Es regnete bis nach dem Mittag. Erst in der letzten Stunde hörte es auf und so konnte die Regenjacke wieder trocknen.

Der Weg verlief an der Grenze zwischen Frankreich und Belgien, so dass ich mal hier, mal da war. In einem kleinen Laden unterhielt ich mich mit dem Verkäufer. Er kommt ursprünglich aus dem Kundus und ist von dort vor drei Jahren ob des Krieges geflohen. Als ich ihn auf Englisch fragte, seit wann er in Frankreich sei, sagte er, dies wäre Belgien und wir lachten.

Hinter Seloignes
Waldweg „Two Faces“

Bereits gegen 14:00 Uhr waren die gut 50 Kilometer bewältigt. Untergekommen bin ich heute in einem Hotel, welches sich in einem alten Schloss befindet. Es ist sehr gemütlich und das Essen - ich weiß, es ist hier kein Food-Blog - ist einfach köstlich.

Hier nur mal ein paar Eindrücke vom Mittag und Abendessen.

Mittagessen in Liesses
Mittagessen - Fischteller
Vorspeise in Liesses
Abendessen - Vorspeise
Hauptgang in Liesses
Abendessen - Hauptgang

Natürlich ist die Karte ausschließlich auf Französisch und man weiß auch nicht wirklich, was man bestellt, aber das ist ja auch irgendwie spannend. Beispielsweise wollte ich wissen, was „Persillade“ wohl auf Deutsch bedeutet. Na klar, es heißt übersetzt selbstverständlich „Persillade“. Da weiß man Bescheid und kann selbstbewusst die Bestellung aufgeben.

Im Prinzip ist es egal, was man bestellt. Bisher hat mir alles sehr gut geschmeckt und ich glaube, dass das Sprichwort „Leben wie Gott in Frankreich“ - zumindest was das Essen angeht - tatsächlich zutreffend ist.

Im Fernseher über der Bar flimmert ein Fußball-Benefizspiel zwischen der französischen Nationalmannschaft von ‘98 und einem All-Star-Team der FIFA anlässlich des Weltmeistertitels von Frankreich vor 20 Jahren und in großer Erwartung der diesjährigen Weltmeisterschaft. Gut zu wissen, dass nicht nur ich Geheimratsecken bekommen habe.

In Liesses
Noch nicht Zidane