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Oane Brezge und a Kirschtasch’n bitte

Eintrag vom 07.05.2018
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Entfernung (Luftlinie): 81,37 km
Max. Höhenunterschied: 160 m


Kauerlach - Hahnenkammsee (60km)

Kein guter Start in den Tag, ich hatte Kopfschmerzen. Doch alles jammern nützte nichts, ich musste weiter.

Kurz hinter Kauerlach bog ich auf eine Landstraße ein. Nach einem halben Kilometer hörte ich Lärm hinter mir, schaute in meinem winzig kleinen Rückspiegel und erblickte eine Horde Rennradfahrer, die mich kurze Zeit später mit einem Affenzahn überholte. Es folgten noch mehrere Kolonnen. Ich war in ein Radrennen geraten. Nach zehn Kilometern war der Spuk dann auch vorbei, da der Rennradkurs nicht mit meiner Route harmonierte.

Warum trainieren Rennradfahrer nicht eigentlich das ganze Jahr auf so einem Packesel wie meinem Fahrrad?! Wenn die das machen würden, könnten sie wahrscheinlich zum Mond fliegen...

Die Sonne brannte auch heute wieder unerbittlich. Gegen Mittag kehrte ich dann in einer Gaststätte mit Biergarten ein, um mich zu stärken und vor allem zu erfrischen.

In Fiegenstall
Mittagspause

Der Rest der Strecke verlief mal mehr, mal weniger hügelig, aber die Kopfschmerzen machten mir ganz schön zu schaffen.

Hinter Trommetsheim
Letzte Stärkung vor dem Berg

Kurz vor Schluss musste ich noch die „Steinerne Rinne“ hinauf. Dieser Berg wollte einfach kein Ende nehmen... Egal, nach jedem Berg kommt auch immer ein Tal und so konnte ich bei der darauffolgenden Abfahrt eine neue Höchstgeschwindigkeit erzielen: 72,4km/h.

Am Abend gab es dann noch zwei Märzen aus dem Automaten sowie selbstgekochte Nudeln mit Tomatensauce, welche ich mit Pilzen aus dem Glas und einer Bifi „verfeinert“ habe. Dazu reichlich Pfeffer und Salz - Bon Appetit.

Am Hahnenkammsee
Am Hahnenkammsee

Hahnenkammsee - Ohmenheim (48km)

Heute habe ich es mal ganz lässig angehen lassen. Die Strecke und das Höhenprofil waren überschaubar, nur ein obligatorischer Berg am Ende der Tour stand auf dem Plan.

Gefrühstückt habe ich in einer tollen Bäckerei, bei der man wunderbar den bayerischen Dialekt in Reinform genießen konnte (daher auch der Titel des Eintrags). Danach ging es weiter in Richtung Nördlingen.

In Laub
Hinter Nördlingen
Herrliche Weitsicht

Mit der Überquerung der Eger habe ich heute Bayern verlassen und bin jetzt in Baden-Württemberg. Sprachlich wird es zwar irgendwie immer schlimmer, aber zur Not spreche ich einfach Englisch.

In Dehlingen
Eine Rolltreppe wäre zu teuer gewesen...

Gegen 14:00 Uhr hatte ich meine Pension bereits erreicht. Unglücklicherweise hat das Restaurant heute Ruhetag und in dem ganzen Kaff gibt es nicht einen Laden, außer eine bereits geschlossene Bäckerei. Ein Glück hatte ich gestern für drei gekocht, so dass ich heute noch davon zehren konnte.